NEIN zum Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA – Der neue Flyer

26. Januar 2021

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Im November 2019 wurde der VVN-BdA – der größten und ältesten antifaschis- tischen Organisation in Deutschland – die Gemeinnützigkeit aberkannt. Auch nach einem Jahr des politischen Kampfes, großer medialer Aufmerksamkeit und Zusicherungen einzelner Politiker:innen hat sich an diesem Zustand nichts geändert.

Verantwortlich ist die Berliner Finanzverwaltung, die einen Satz aus der Abgabenordnung des Bundesfinanzministeriums heranzieht, um unserem Verband die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Dieser besagt, dass die Erwähnung als „extremistische“ Organisation in einem einzigen (hier dem bayerischen) Verfassungsschutzbericht ausreicht, um die Gemeinnützigkeit zu verlieren. Drei Behörden erschweren auf diesem Wege unsere Arbeit erheblich.

Wer ist die VVN-BdA?

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Antifaschist:innen aller Generationen. Sie wurde 1947 von überlebenden Widerstandskämpfer:innen gegen das Naziregime, ehemaligen Häftlingen der Konzentrationslager und Verfolgten gegründet.
Die Schwerpunkte unserer Arbeit sind Erinnerungspolitik, Gedenken an die Opfer des deutschen Faschismus und ein aktives Einstehen gegen neofaschistische Bestrebungen. Die VVN-BdA ist in der „Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer“ (FIR) mit Verfolgtenverbänden und antifaschistischen Vereini- gungen in ganz Europa und Israel verbunden. Seit 2016 ist sie auch Trägerverein des bundesweiten Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“, das regelmäßig Anti-AfD-Proteste organisiert.

Zur Gemeinnützigkeit:

Nach wie vor ist diese bedroht und wir befinden uns in einem juristischen Widerspruchsverfahren. Zwar wurden die erheblichen Steuerforderungen ausgesetzt – sollte es aber bei der Aberkennung der Gemeinnützigkeit bleiben, sehen wir uns mit einer Nachzahlung in fünfstelliger Höhe konfrontiert. Auch das politische Signal, das von der Aberkennung unserer Gemeinnützigkeit ausgeht, ist verheerend.
Gerade in einer Zeit rechtsterroristischer Anschläge, einer in Teilen faschistischen AfD als drittstärkste Kraft im Bundestag und ganz aktuell: von Gewaltausbrüchen und abstrusen Faschismus-Vergleichen sogenannter Querdenker:innen, braucht es einen aktiven Antifaschismus!

Unsere Ehrenpräsidentin
Esther Bejarano (Auschwitz-Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V.) wandte sich im November 2019 mit einem offenen Brief an den Bundesfinanzminister Olaf Scholz und klagte an:

„Das Haus brennt und Sie sperren die Feuerwehr aus!“
Esther Bejarano, Ehrenpräsidentin der VVN-BdA

Atomwaffenverbotsvertrag tritt in Kraft!

24. Januar 2021

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Der Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen tritt am Freitag, den 22.1.2021 in Kraft nachdem er von 51 Staaten ratifiziert worden ist.

Kundgebung der DFG-VK
am Samstag, den 23.1.2021
um 15.00
auf dem Rathaus Lübeck

Der Vertrag verbietet allen beigetretenen Staaten die Herstellung, Weitergabe, Stationierung und Drohung sowie den Einsatz von Atomwaffen. Die internationale Friedensbewegung hat Jahrzehnte auf diesen Tag hingearbeitet – endlich dieser Erfolg.

In zahlreichen Städten finden Veranstaltungen auf der Straße oder digital statt um diesen Tag zu feiern.

Wir sind uns mit Renke Brahms dem Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),, einig; „ Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen ein großer Schritt auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt.

„Angesichts einer mangelnden nuklearen Abrüstung, der Modernisierung und auch der Verbreitung von Atomwaffen kann eine solche völkerrechtliche Festlegung den notwendigen Druck aufbauen, dass diese Waffen endlich aus der Welt verbannt werden“,

sagte Brahms laut einer Mitteilung der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD
Er appellierte an die Bundesregierung, konkrete Schritte einzuleiten mit dem Ziel, den Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls zu unterzeichnen. Dazu gehörten Gespräche und Verhandlungen mit den Partnern in der Nato, der EU und auch der OSZE.

Die Bundesregierung verweigert die Ratifizierung und bleibt damit bei der atomaren Teilhabe, die besagt, dass im Konfliktfalle deutsche Flugzeuge Atombomben im feindlichem Gebiet abwerfen und damit die dortige Bevölkerung vernichten. Sie akzeptiert gleichzeitig die Bemühungen der USA einen Atomkrieg führbar zu machen mit „kleinen“ so genannten taktischen Atomwaffen. Deren Wirkung ist genauso verheerend. Speziell für diesen Auftrag sollen 2021 von der Bundesregierung neue Flugzeuge angeschafft werden.

Die VVN-BdA unterstützt die Kundgebung von der DFG – VK.

Hafenstraße ’96

23. Januar 2021

25 Jahre – Erinnerungswoche

Hafenstraße’96
Gedenken & Anklagen

Vor 25 Jahren brannte in den frühen Morgenstunden des 18. Januar 1996 das Asylbewerber*innenheim in der Hafenstraße 52 in Lübeck. Sieben Kinder und drei Erwachsene kommen hierbei ums Leben. 38 Menschen wurden verletzt. Die Ursache war ein rassistischer Brandanschlag – ein trauriger Anlass, der es verdient auf eine besondere Art und Weise erinnert zu werden.

Offener Brief an den Bürgermeister von Lübeck

1. Januar 2021

Das Lübecker Bündnis
„WIR KÖNNEN SIE STOPPEN“
nimmt Stellung zu dem Polizeieinsatz
am 6. Dezember 2020
am Holstentor in Lübeck.

Das Video über den Vorfall ist HIER zu finden.

Wir über uns

16. August 2020

Seit 1946 gibt es in Schleswig-Holstein eine „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“. Damals gründeten die Überlebenden der faschistischen Haftstätten und Konzentrationslager und die Frauen und Männer aus dem antifaschistischen Widerstand diese Organisation, die der Vertretung der sozialen und politischen Interessen des „anderen Deutschlands“ diente.
Ihre Forderung lautete: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
Die aus dem KZ Buchenwald nach Hause zurückkehrenden Häftlinge brachten das Vermächtnis des Schwurs von Buchenwald mit:

Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!

Dieses Vermächtnis setzt die VVN-BdA Schleswig-Holstein bis heute in praktischer antifaschistischer Politik um.

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